VPN: Grundlagen & Möglichkeiten

AWS_Simple_Icons_Networking_Amazon_VPC_VPN_Connection.svgVirtual Private Networks (VPN) dienen dazu eine gesicherte Verbindung zu einem anderen Netz aufzubauen. Ein VPN schafft dadurch die Möglichkeit aus einem nicht-vertrauenswürdigen Netz (z.B. öffentliches WLAN), durch eine Verschlüsselung der Pakete, eine sichere Verbindung zu einem vertrauenswürdigen Netz aufbauen. Außerdem tritt in die Verbindung zwischen zwei Kommunikationspartnern (z.B. Browser-Webserver) mit dem VPN-Server ein Mittelsmann (Browser-VPN-Webserver), so dass ein gewisser Schutz der Privatsphäre erreicht werden kann.

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Aufbau einer VPN-Verbindung

Ein VPN erreicht dabei nicht das Anonymisierungsniveau des Tor-Netzwerks, da die Verbindung nicht mehrfach umgeleitet wird, ist dafür aber meist deutlich schneller. Technisch basieren VPNs auf verschiedenen Verfahren, die aber alle ähnliche Funktionsweisen haben, aber nicht alle gleich sicher sind. Die Nutzung eines VPNs bietet sich z.B. an, wenn man Filesharing betreiben will, in unsicheren Netzen unterwegs ist oder Ländersperren und die Vorratsdatenspeicherung umgehen will.

Kostenlose, unkommerzielle Lösungen:
Riseup-VPN (Für alle Betriebssysteme)
Autistici-VPN (Für alle Betriebssysteme)
Riseup-Bitmask (bisher: Linux, Android)
– und viele weitere!

Kostenpflichtige Lösungen:
ipredator.se (6€/Monat)
Viking-VPN ($14.95/Monat)
VyprVPN (11,99 €/Monat)

Grundsätzlich sollte man sehr genau auf darauf achten, was ein VPN-Anbieter verspricht und ob man ihm vertrauen kann. Vom Anbieter „Perfect Privacy“ sollte man wegen der Verstrickungen mit der rechten Szene und einem unklaren Umgang damit die Finger lassen.

Update:
Nach einer aktuellen Untersuchung geben einige VPN-Dienste die wahre Identität preis, wenn sie über IPv6 statt über IPv4 angesprochen werden. Eine Auflistung der gefährdeten Dienste liefert dieses Whitepaper.

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